iPad & Mac
StarHop Navigator läuft als native App auf dem iPad (vollbild, nicht mehr im iPhone-Kompatibilitätsmodus) und startet auf dem Apple-Silicon-Mac über „Für iPad konzipiert". So kannst du auf dem großen Bildschirm bequem deine Beobachtungsnacht planen und dein Log, deine Ausrüstung und deine Listen durchsehen — alles mit dem iPhone synchronisiert.
Großbildschirm-Layout
Auf iPad und Mac erscheint links eine Seitenleiste mit direktem Zugriff auf:
- Katalog — Sterne, DSOs, Planeten und Sternbilder
- Favoriten & Listen
- Beobachtungslog
- Sternkarte
- Ausrüstung
- Statistik
- Ausrichten — die Live-Push-To-Ansicht
- Einstellungen
Auf dem iPhone bleibt alles wie gewohnt — die Seitenleiste erscheint nur bei großer Bildschirmbreite.
Womit die App startet
- Ein Gerät mit Bewegungssensoren (iPhone und jedes iPad — auch am Teleskop montiert) startet direkt in der Ausrichten-Ansicht und ist ein vollwertiges Push-To-Gerät.
- Ein Gerät ohne Bewegungssensoren (Mac) startet im Katalog als Planungs-Station.
Einträge löschen auf dem Mac (ohne Wischgeste)
Der Mac kennt keine Wischgeste zum Löschen. Jede Liste, die sich löschen lässt — Ausrüstung, Sessions, die Beobachtungen einer Session, die Favoritenlisten selbst und ihre Einträge — bietet daher einen Auswahlmodus:
- Tippe oben auf Auswählen.
- Markiere die zu löschenden Einträge.
- Tippe unten auf Löschen (n) und bestätige.
Auf iPhone und iPad funktioniert dieser Auswahlmodus genauso; dort bleibt zusätzlich die gewohnte Wischgeste nach links erhalten.
Standort festlegen (ohne GPS)
Der Mac hat kein GPS, und viele iPads (WLAN-Modelle) ebenfalls nicht. Damit Himmelspositionen und „heute Nacht sichtbar" trotzdem funktionieren, kannst du einen Standort manuell festlegen:
Einstellungen → Standort → Beobachtungsort
- Ort suchen — gib eine Stadt oder Adresse ein; die App ermittelt die Koordinaten.
- Koordinaten manuell eingeben — trage Breite und Länge direkt ein.
- Standort löschen — entfernt den manuellen Standort wieder.
Ein echter GPS-Standort hat immer Vorrang — der manuelle Standort wird nur verwendet, wenn kein GPS verfügbar ist. Praktisch ist das auch auf dem iPhone, um eine Reise zu einem dunklen Beobachtungsplatz von zu Hause aus zu planen.
Hinweis: Dein Beobachtungslog zeichnet immer den echten GPS-Standort zum Beobachtungszeitpunkt auf — niemals den manuell gesetzten Planungsstandort.
Montiertes iPad als Push-To-Gerät
Da jedes iPad einen Lagesensor besitzt, kannst du ein am Teleskop montiertes iPad genauso als Push-To-Gerät verwenden wie ein iPhone: in der Ausrichten-Ansicht kalibrieren, ein Ziel wählen und den Pfeilen folgen.
- Während der Live-Ausrichtung sperrt sich die Bildschirmausrichtung automatisch, damit ein montiertes iPad mitten in der Beobachtung nicht umklappt. In der Planung dreht das iPad frei mit.
- Kompass: Manche WLAN-iPads haben kein Magnetometer. Dann fehlt die grobe Nordausrichtung vor der Kalibrierung — die anschließende Sternkalibrierung funktioniert trotzdem. Die App weist nicht hart darauf hin, die Ausrichtung ist nur am Anfang etwas ungenauer.
Live-Remote-Anzeige (iPad/Mac als zweiter Bildschirm)
Wenn das iPhone am Teleskop montiert ist, ist sein Bildschirm klein und ungünstig positioniert. Mit der Remote-Anzeige zeigst du dieselbe Live-Ausrichtung auf einem nahen iPad oder Mac — das iPhone bleibt am Tubus und macht die Sensorik und Kalibrierung, der große Bildschirm ist das bequeme Fenster darauf.
Das funktioniert über das lokale Netzwerk ohne Internet (am sichersten im eigenen Hotspot des iPhones). Es nutzt das offene LX200-Protokoll der „Digital Setting Circles", sodass prinzipiell auch andere Geräte (z. B. ein Raspberry-Pi-Plate-Solver) als Sensorquelle dienen können.
Am iPhone (Sensorquelle):
- Einstellungen → Remote-Anzeige → „Sensor dieses Geräts teilen" einschalten.
- Das iPhone ist nun für Geräte im selben Netzwerk sichtbar.
Am iPad/Mac (Anzeige):
- Einstellungen → Remote-Anzeige → „Mit Sensorquelle verbinden".
- Das montierte iPhone in der Liste antippen.
- Sobald verbunden, wechselt das iPad/Mac automatisch in die Live-Ansicht und zeigt Fadenkreuz, Ziel und Richtungsabweichungen in Echtzeit.
Kalibrierstatus & Bestätigen aus der Ferne: Die Remote-Anzeige zeigt jetzt auch die Kalibrierqualität des iPhones (dieselbe Pille mit Farbpunkt und Sternzahl wie am iPhone) und aktualisiert sie laufend. Tippst du am iPad/Mac auf die Bestätigen-Schaltfläche, führt das iPhone seine gewohnte Bestätigung für das aktuelle Ziel aus — bei einem Stern kalibriert es, sonst protokolliert es eine Beobachtung — und meldet das Ergebnis als kurze Einblendung zurück; die Pille aktualisiert sich entsprechend.
Das iPad/Mac kalibriert nie selbst — es zeigt nur den Status an und stößt die Bestätigung am iPhone an. Die eigentliche Kalibrierung bleibt allein Sache des iPhones (es besitzt die Sensorik). Mit „Verbindung trennen" kehrst du zur normalen Ansicht zurück.
Hinweis: Beide Geräte müssen im selben WLAN/Hotspot sein. Beim ersten Verbindungsversuch fragt iOS nach der Erlaubnis für das lokale Netzwerk.
Andere Apps verbinden — SkySafari & Stellarium (experimentell)
Experimentell: Die Anbindung externer Apps wird noch getestet. StarHop ist kompatibel mit dem Meade-LX200- und dem Stellarium-Telescope-Control-Protokoll — es besteht keine Verbindung zu oder Befürwortung durch diese Projekte.
StarHop spricht beide Protokolle auf Port 4030. Wenn „Sensor dieses Geräts teilen" aktiv ist, zeigt der Bildschirm die Adresse (z. B. 192.168.1.5:4030); unter Protokoll wählst du Automatisch, LX200 (SkySafari) oder Stellarium.
- SkySafari: Teleskop → Einrichtung → Gerätetyp Meade LX200 Classic (oder Basic Encoder System), IP-Adresse + Port
4030eintragen, verbinden. StarHop-Protokoll auf Automatisch oder LX200. - Stellarium: Telescope Control → „External software or a remote computer", Host = die angezeigte IP, Port
4030. StarHop-Protokoll auf Automatisch oder Stellarium. Stellarium nutzt sein eigenes Protokoll (nicht LX200) — daher die getrennte Auswahl.
Danach zeigt die App live, wohin das StarHop-Gerät zeigt, und ein dort gewähltes Ziel steuert StarHop.
Tipp bei Verzögerung (Stellarium): Wenn das Fadenkreuz spürbar „nachhängt", liegt das fast immer an Stellariums eigener Verzögerung/Delay-Einstellung. In Stellarium beim Teleskop Konfigurieren den Delay-Wert auf das Minimum stellen (z. B.
0.10 s) — dann läuft es flüssig. (StarHop sendet die Position bereits mit ~10 Hz.)
Status & Diagnose: Im Bereich Remote-Anzeige siehst du die verbundenen Geräte und unter „Protokoll der Steuerbefehle" einen Live-Mitschnitt (mit optionalem Rohdaten-Modus) — praktisch, falls eine Verbindung nicht klappt.
Synchronisierung
Beobachtungen, Ausrüstung, Listen, Notizen und Favoriten werden über iCloud synchronisiert (sofern aktiviert), sodass auf iPad und Mac dasselbe erscheint wie auf dem iPhone. Die App-Einstellungen selbst werden nicht synchronisiert und bleiben gerätelokal. Siehe Einstellungen.
Auf dem Mac werden Änderungen von anderen Geräten geladen, während die App im Vordergrund ist (auf dem Mac gibt es keine Hintergrundaktualisierung). Wechselst du zur App zurück, holt sie die neuesten Daten.